Einfache Fitnesstools für zu Hause

Für ein paar Klimmzüge finden sich viele Orte.

Wie wichtig Bewegung und Sport ist, wissen heute nicht nur die meisten, sondern das Thema kommt auch ständig in den Medien auf. Allerdings haben viele Menschen Probleme oder Hemmungen, sich an Sportvereine oder Fitnessstudios zu wenden. Nicht jeder lebt in einer Region mit einer enormen Dichte an Studios, andere fühlen sich schlichtweg nicht wohl, als ehemaliger »Couchpotatoe« ins Fitnessstudio zu gehen, wo scheinbar nur wohlgeformte und bestens trainierte Sportler warten. Vielen fehlt auch einfach die Zeit, mehrfach die Woche irgendwohin zu fahren. Aber muss das gleich das Ende des Sportvorhabens bedeuten? Nein, denn für daheim gibt es wunderbares Equipment, welches sich für Mietwohnungen und Eigenheime eignet.

Klimmzugstange

Wer sich mit den Sportprogrammen auf YouTube oder Streamingplattformen beschäftigt, der stolpert früher oder später über Übungen, die Klimmzüge beinhalten. Zuhause-Sportler können sich hier auf verschiedenen Wegen behelfen. Ist ein Spielplatz in der Nähe, können die Klimmzüge oft an den dortigen Klettergerüsten gemacht werden. Das Problem: Dieser Umweg kostet Zeit und viele Menschen, die nicht ins Fitnessstudio gehen, gehen eben nicht dorthin, weil sie nicht von anderen beim Training beobachtet werden wollen. Sie brauchen also eine Lösung für daheim. Die Klimmzugstange:

  • Wandbefestigung– es gibt Klimmzugstangen zur Wandbefestigung. Bei ihnen muss darauf geachtet werden, dass sie ausreichenden Abstand von der Wand aufweisen, da sonst diverse Übungen nicht möglich sind. Gleichfalls ist sicherzustellen, dass die Stange fest mit der Wand verbunden ist und dass korrekte Dübel genutzt werden. In Mietwohnungen kann das durchaus problematisch sein, da viele Zimmerwände nur aus Rigips bestehen.
  • Klemmstange– diese Variante wird einfach in den Türrahmen eingeklemmt. Die Stange verfügt über einen Teleskopmechanismus. Durch das Drehen der Stange schiebt sie sich auseinander, so dass sie sich in der Tür verkeilt. Die Technik funktioniert wie diejenige, die bei einigen Duschklemmstangen eingesetzt wird. Ein Klimmzugstangen-Test gibt Aufschluss über die Stabilität sowie die Verarbeitung.

Klimmzüge werden überwiegend für Übungen genutzt, die auf den oberen Rücken zielen. Die Stangen lassen sich aber ungemein vielseitig nutzen:

  • Dehnungsübungen – an der Stange können sich Sportler auch zwischendurch immer wieder dehnen. Wer sich strecken möchte, der greift einfach die Stange über dem Kopf und streckt sich so vor, dass der Rücken durchgedrückt wird. Durch den Halt an der Stange kann Gegendruck erzeugt werden.
  • Fitnessbänder – Fitnessbänder lassen sich wunderbar mit Klimmzugstangen verbinden. Hier ist der Fantasie keine Grenze gesetzt.

Fitnessmatte und Bänder

Fitnessmatten haben gleich mehrere Nutzen, wenn zu Hause Sport getrieben wird. An und für sich sind die Matten dazu da, damit Sportler bei Bodenübungen nicht direkt auf dem kalten und harten Untergrund arbeiten. Gerade bei Situps freut sich die Wirbelsäule, wenn die einzelnen Wirbel nicht direkt mit dem Untergrund in Berührung kommen. Zu Hause haben die Matten jedoch noch den Nutzen, dass sie dämpfend wirken. Und das ist gerade in Mietwohnungen wichtig. Wer über sich schon tobende Kinder hatte, weiß, wie sich Sprünge anhören können. Aber auf was sollte geachtet werden? Ein Überblick:

  • Zum Testen – wer mit dem Sport zu Hause erst anfangen möchte, der will sich oft keine Ausstattung zulegen. Für die ersten Schritte reicht daher oft eine einfache Isomatte aus dem Zeltbedarf.
  • Nutzung – es gibt verschiedene Fitnessmatten. Wer sich mit Yoga-Übungen fit halten möchte, der sollte sich eine Yogamatte zulegen. Andere Fitnessmatten sind häufig sogar gedämmt, sodass sie »wilderen« Sport erlauben und die Gemüter der Nachbarn schonen.
  • Rutschfest – das ist ein wichtiger Punkt, sobald der Sport in die echte Bewegung übergeht. Wer Übungen macht, bei denen er aus dem Knien aufspringt, der benötigt eine Matte, die keinesfalls wegrutscht. Dieser Faktor kommt natürlich nicht zum Tragen, wenn ohnehin Teppichboden verlegt ist.

Fitnessbänder

Die Matte gehört zur Grundausstattung. Wer trainieren möchte und sich häufiger Trainingsclips ansieht, der wird auf die nächsten Sporthelfer stoßen: Fitnessbänder

  • Nutzung – grundsätzlich sind die Bänder dazu da, Widerstand zu schaffen oder zu erhöhen, wenn sonst kein Widerstand vorhanden ist.
  • Arten – Fitnessbänder gibt es in verschiedenen Stärken, Längen und Varianten. Kurze Bänder eignen sich für Armübungen, während längere Bänder Arme und Beine miteinander verbinden können. Wer eine Klimmzugstange besitzt, der kann ein Fitnessband auch um die Stange schlingen und die Übungen nun am hängenden Band durchführen. Diese Variante eignet sich auch bei Verspannungen im Nackenbereich, da ein Arm ins Band gelegt und nun sachte bewegt werden kann.

Auch hier gibt es einen kleinen Trick, um zu testen, ob Fitnessbänder etwas für dich sind: Spanngurte. Zum reinen Testen und für die ersten Übungen reichen sie voll und ganz aus.

Weitere Ideen:

Wer weniger gezielte Übungen durchführen möchte, sondern sich bewegen will, der kann mit echten Sportgeräten für die Heimnutzung arbeiten:

  • Crosstrainer – auf ihnen wird der gesamte Körper trainiert, da die Arme stets mitbewegt werden. Da der Widerstand eingestellt werden kann, eignet sich der Trainer für jeden.
  • Fahrrad – das sind wohl die ältesten Fitnessgeräte und sie sind immer noch in Mode. Kondition und Beine werden auf ihnen trainiert, dafür wird der Oberkörper so gut wie komplett vernachlässigt.
  • Laufbänder – sie stellen praktisch das Joggen im Wohnzimmer da und eignen sich für alle, die Joggen, Laufen oder Walken möchten.
  • Ein Nachteil an allen Sportgeräten ist natürlich, dass sie Platz benötigen. Es genügt zwar eine Zimmerecke, doch wird diese auch durchweg von ihnen eingenommen. Das schnelle Wegstellen ist nur möglich, wenn Rollen vorhanden sind – anderenfalls sind die Geräte oft zu schwer, um sie alleine zu bewegen.

    Fitnessstudio

    Geräte wie Crosstrainer nehmen viel Platz ein. Für zu Hause sind sie deshalb nur bedingt geeignet.

    Fazit – Sport daheim ist toll

    Zu Hause Sport zu treiben ist für viele Menschen empfehlenswert. Auch lässt sich der innere Schweinehund oft einfacher ruhigstellen, da weder das Haus verlassen werden muss, noch andere Menschen dabei zusehen können, wie man sich selbst mühsam bei Übungen abmüht, die anderen scheinbar mühelos von der Hand gehen. Trotzdem wird ein gewisses Equipment benötigt, um wirklich durchzustarten.

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