Gravity Boots – Core-Training überkopf oder Entlastung der Wirbelsäule

Wie du mit Gravity Boots überkopf trainierst oder deine Wirbesäule mittels „Inversion Therapy“ entlastest.
Gravity Boots Inversion Boots

Mit Gravity Boots (auch Inversion Boots genannt) kannst du dich kopfüber an eine Reckstange hängen und dich entweder einfach „hängen lassen“ zur Entlastung deiner Wirbelsäule oder tolle Bauchübungen machen.

Gravity Boots oder „Inversion Boots“ waren schon mal vor etwas mehr als einem Jahrzehnt ein echter Trend und in den meisten Fitnessstudios zu finden. Damals wurden sie vor allem zum Bauchtraining genutzt. Eine zeitlang ware sie fast komplett verschwunden. Jetzt sind sie allerdings wieder häufiger zu finden und werden statt fürs Bauchtraining eher zur Entlastung der Wirbelsäule eingesetzt. Wir erläutern in diesem Artikel welche Vorteile die Boots haben und was du beachten solltest.

Gravity Boots, die wir dir in diesem Artikel vorstellen:

Pro Gravity Boots Bad Company

Teeter Unisex Inversion Therapy Table


Was sind Gravity Boots?

Mit Gravity Boots, welche oft auch als „Inversion Boots“ bezeichnet werden, kannst du dich kopfüber an einer Klimmzugstange oder ähnlichen Vorrichtung einhängen.
Durch diese Position kann die Wirbelsäule und die Bandscheiben gänzlich entlastet und gestreckt werden.
Des Weiteren wird dadurch die Blutzirkulation angeregt.

Durch eine bequeme Schaumstoff-Polsterung wirst du in den Gravity-Boots gehalten und kannst dich so entspannen und strecken.
Da das eigene Körpergewicht die Streckung erzeugt ist der Grad der Streckung immer genau passend.

Die Vorteile von Gravity Boots sind

  • Linderung der Rückenschmerzen
  • Stimulierung des Lymphsystems
  • Reduzierung von Muskelverspannungen
  • Verbesserte Zirkulation
  • Korrektur der Körperhaltung
  • Erhöhte Flexibilität und Beweglichkeit

Gleichzeitig kannst du aber auch deine Bauch- und Coremuskeln sehr gut im Hängen trainieren, indem du einen Oberkörper einrollst.

Wie trainiert man mit Gravity Boots und was ist die Zielgruppe?

Gravity Boots sind neben dem Einsatz im therapeutischen Bereich vor allem in der Fitness-Szene immer beliebter geworden.
Sie ermöglichen das freie Hängen über Kopf, beispielsweise an einer Klimmzugstange.

Im Fokus steht beim Training mit den Inversion Boots der Rumpf, es lässt sich aber auch ein ambitioniertes Bauch- und Core-Training durchführen.
Durch die über Kopf hängend ausgeführten Übungen wie Situps, Squats, Swingings und Twists können weite Teile der Bauch- und Rückenmuskulatur effektiv trainiert werden.

Die Zielgruppe der Gravity Boots sind vor allem gut Trainierte, die schon eine gute Core-Stabilität besitzen und denen Klimmzüge oder Crunches zu langweilig geworden sind, sodass sie neue Traningsreize setzen wollen.
Da man sich erst an der Klimmzugstange hochziehen und anschließend die Füße zur Stange bringen muss, um sich dort mit den Boots einzuklinken sind sie nicht für „Jedermann“ geeignet.

Evtl. Probleme beim Training mit Gravity Boots

Beim Training mit Gravity Boots gibt es einige Risiken zu beachten.
Durch das Hängen über Kopf steigt der Blutdruck im Kopf und in den oberen Extremitäten.
Daher ist dieses Training für Menschen mit Herzproblemen oder Bluthochdruck nicht geeignet.
Ebenso steigt der Augendruck, weshalb auch Menschen mit grünen Star lieber vorsichtig sein sollten.

Speziell in der Eingewöhnungszeit kann es zu Schwindel kommen.
Außerdem solltest du definitiv in der Lage sein, beim Hängen die Füße zu berühren, um ein sicheres Herunterkommen zu gewährleisten und einen Absturz zu vermeiden.

Die besten Übungen mit Gravity Boots

In dem folgenden Video zeigen wir dir die besten Übungen mit Gravity Boots.
https://www.youtube.com/watch?v=2bRZETf8DE4

(Gerade) Core-Muskeln & hinterer Anteil der Oberschenkelmuskulatur

Bei dieser Übung klinkst du deine Füße zunächst in die Gravity Boots ein und streckst dann kopfüber hängend deine Hände nach unten.
Der Bewegungsablauf beginnt dann, indem du dich wie bei Sit-Ups mit deinem Oberkörper zu den Beinen bewegst und während des Hochkommens deine Beine leicht anwinkelst.
Anschließend streckst du dich wieder komplett durch, sodass du mit dieser Übung speziell die Core-Muskulatur, Oberschenkel und Bauch trainierst.

Kompletter Core/Rumpfmuskulatur

Hier klinkst du ebenfalls zunächst deine Füße ein und streckst dann kopfüber deine Hände nach unten.
Diesmal versuchst du aber mit deiner Hand den diagonal gegenüberliegenden Fuß zu berühren, wodurch du mit deinem Körper eine schöne Rotationsbewegung ausführst.
Neben der kompletten Core- und Rumpfmuskulatur trainierst du hier vor allem die seitlichen Bauchmuskeln.

Kompletter Core/Rumpfmuskulatur

Ähnlich wie bei der vorherigen Übung trainierst du hier die komplette Core/Rumpfmuskulatur, die seitlichen Bauchmuskeln sowie den Hüftstrecker.
Wie bei allen Übungen klinkst du deine Füße zunächst in den Gravity Boots ein und nimmst für die eigentliche Bewegung die Arme nach hinten sowie ziehst deine Schulterblätter zusammen.
Anschließend bewegst du deinen Körper immer abwechselnd seitlich nach oben, sodass du ungefähr mit deinem ausgestreckten Arm auf Kniehöhe gelangst.

Core-Muskeln, kompletter Schultergürtel & Armmuskulatur

Jetzt kommen bei dieser Variante noch zusätzliche Gewichte hinzu.
Du hängst wieder kopfüber in den Gravity Boots und hast in beiden Händen Kettlebells oder andere Gewichte.
Du beginnst, indem du die Arme mit den Kettlebells nach oben bewegst und komplett durchstreckst.
Anschließend bewegst du sie in einem großen Bogen hinter deinen Rücken und ziehst die Schulterblätter dabei zusammen.
Der Bewegungsblauf endet, wenn du die Arme dann wieder vor den Körper bringst und nach unten durchstreckst.
Neben den Core-Muskeln trainierst du so perfekt den kompletten Schulterbereich sowie deine Armmuskulatur.

Übungen für Profis mit Gravity Boots

Für sehr gut Trainierte bietet sich zur Steigerung des Schwierigkeitsgrad, wie in dem Video zu sehen, das Hinzunehmen einer SZ-Stange an.
Diese beiden Enden kannst du an zwei Therabändern befestigen, welche du ebenfalls oben um die Gravity Boots oder die Klimmzugstange wickelst.
Dadurch kannst du nochmal ein deutlich anspruchsvolleres Training erreichen.

Gravity Boots kaufen

Beim Kauf von Gravity Boots solltest du vor allem auf die maximale Belastbarkeit achten, welche mindestens bei 100 Kg liegen sollte, da ja zusätzlich zu deinem Körpergewicht noch andere Kräfte wirken.
Ebenfalls sollten die Stahlhaken robust sein und die Polsterung der Schaumstoff Pads sollte komfortabel sein.
Sie sollten für das Heimtraining am Türreck oder einer Klimmzugstange mindestens für einen Durchmesser von 30 mm geeignet sein.

Pro Gravity Boots / Inversion-Boots – Bad Company

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PRO:
+ belastbar bis 110 kg
+ sicherer Schnellverschluss
+ für Reckstangen bis 32 mm Durchmesser
+ gute Polsterung
CONTRA:
– fällt relativ groß aus, Achtung
bei schmalen Beinen

Übungen Zuhause Test-Urteil: klassische, gut gepolsterte Boots, die allerdings eher groß ausfallen.

Produktbeschreibung:

Mit diesen professionellen Gravity Boots kannst du effektiv deine Bauch- und Rückenmuskulatur trainieren.
Sie sind sowohl für den professionellen Einsatz im Fitnessstudio als auch zu Hause und für alle Klimmzug- bzw. Reckstangen bis zu einem Durchmesser von 32 mm geeignet.
Für ein gefahrloses Einhängen der Boots sorgen belastbare Stahlhaken mit dicken und bequemen Schaumstoff Pads.
Die Stahlhaken sind schwarz lakiert und haben eine Stärke von 4mm.
Ein doppelter Sicherheits-Verschluss bietet maximale Sicherheit und die maximale Gewichtsbelastung beträgt 110 Kg.


Teeter Unisex Adult Hang Ups EP-550 Inversion Therapy Table

Teeter Hang Ups EZ-Up Gravity Boots bei amazon kaufen
PRO:
+ kein mühsames Einhängen in überkopf-Position
+ höhenverstellbar
+ bis 136 kg Benutzergewicht geeignet
+ gut verstaubar (zusammenklappbar)
+ auch für viele Core-Übungen geeignet
CONTRA:
– nicht so viele Freiheitsgrade wie
echte Gravity Boots –> fürs Training von
Nachteil, fürs Entspannen von Vorteil

Übungen Zuhause Test-Urteil: super Idee, der „Inversion Therapy Table“ macht das Konzept der Boots für fast jeden nutzbar.

Produktbeschreibung:

Der Teeter Inversion Therapy Table überträgt das Konzept der Gravity Boots auf ein komplett neues Trainingsgerät. Der Einstieg ist hier auch für weniger gut Tainierte relativ einfach. Du musst dich anders als bei den Boots nicht mehr an der Klimmzugstange hochziehen und überkopf die Boots an der Stange einhaken. Mit dem Inversion Therapy Table kannst du dich in aufrechter Position auf den Table setzen, deine Füße sicher festschnallen und dich dann mit dem ganzen Tisch zusammen drehen.


Fazit

Die Wirbelsäule wird beim Krafttraining teilweise sehr großen Kräften ausgesetzt, was zu Verletzungen führen kann.
Die Gravity Boots stellen dafür eine geeignete Regenerationsmaßnahme dar und können zusätzlich deine Körperhaltung, Beweglichkeit und Zirkulation verbessern.
Mit den Boots kann aber auch hervorragend ein Krafttraining durchgeführt werden, das Abwechslung in die übliche Trainingsroutine bringt.
Erste Erfahrungen mit den Gravity Boots sollten dabei aber grundsätzlich unter Aufsicht stattfinden. Eine gute Alternative, vor allem wenn es dir um das Aushängen und Entlasten deiner Wirbelsäule geht, ist der Teeter Inversion Therapy Table.

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